Verkehr

 

© ArGe Freiheit Emscher Stahm Architekten, SHP Ingenieure, LAND Germany GmbH

 

Heute liegen Flächen, Stadt- und Landschaftsräume im Areal, vielfach ohne Bezug untereinander – auch in Hinsicht auf fehlende verkehrliche An- und Verbindungen. Das Leitbild zum Verkehr unterstützt das Ziel, eine neue Verbundenheit der Bestandsituationen, insbesondere der Wohnorte, herzustellen. Die Herangehensweise ist zukunftsorientiert und setzt auf folgende Prinzipien:

  • Verkehrsvermeidung
  • Verkehrsbündelung auf leistungsfähigen Strecken
  • Intelligente Kapazitätseinteilung
  • „Umwelttrasse“ als innovatives Rückgrat des Areals und Städteverbindung
  • Gute Erreichbarkeiten für Arbeitnehmer
  • Intermodalität

Ein Schwerpunkt des zu erarbeitenden Konzepts liegt in der verkehrlichen Erschließung der Potenzialflächen sowie einer Verbesserung der Erreichbarkeiten und damit dem Abbau der vorhandenen Barrieren. Das große Leitziel der Verkehrskonzeption heißt Verkehrsvermeidung, denn immer wieder werden die verkehrlichen Diskussionen vom „Verkehrskollaps“ im Bestand begleitet. Mit einem neuen Anschluss der A42 in Höhe Lichtenhorst können die bestehenden und sich entwickelnden Gewerbe- und Industriegebiete direkt an das Autobahnnetz angebunden werden – dies ist im Rahmen der Regelwerke grundsätzlich möglich und bedarf besonderer Maßnahmen.

Zusammen mit einer im Untersuchungsgebiet östlich liegenden Neuerschließung werden Ziel- und Quellverkehre auf kurzem Weg auf leistungsfähigen Straßen gebündelt. Begleitet von einer intelligenten Kapazitätseinteilung der entstehenden Nutzungsstrukturen kann so u.a. zu einer Verkehrsminimierung in städtebaulich sensibleren Bereichen und einer guten Erreichbarkeit beigetragen werden. Darüber hinaus tragen Maßnahmen mit dem Ziel der Förderung der Intermodalität sowie der Förderung des Rad- und öffentlichen Verkehrs zu einem umweltfreundlichen Verkehr und einer stärkeren Lebendigkeit des Gebietes bei.

Die Umwelttrasse stellt die direkte Verbindung der Städte Essen und Bottrop sowie auch von Arbeitsplätzen und Wohnorten dar. Auf ihr werden die umweltfreundlichen Verkehrsmittel (u.a. Fahrrad, Fuß und ÖPNV) in den Vordergrund gestellt. Die Radfahrenden erhalten komfortable Radverkehrsanlagen, die Busanbindung und Verknüpfung ist gut und die Fußgänger bewegen sich sicher fort. Für den Kfz gesperrte Bereiche können beispielsweise für Elektrofahrzeuge zugänglich sein.

Die Umwelttrasse ist nicht starr ausgebildet, sondern je nach Bereich und Nutzung in ihrer Ausgestaltung differenziert. So kann sie in einigen Bereichen nur für Fußgänger und Radfahrende sowie dem ÖPNV bestimmt sein, während in anderen Bereich auch der Schwerverkehr oder Anlieger zulässig sind. Das ÖPNV- und Radverkehrsnetz wird an bestimmten Stellen erweitert bzw. verbessert und so ein interkommunales Angebot zwischen Bottrop und Essen geschaffen. Zur Verbesserung der Erreichbarkeit und als Ergänzung zum liniengeführten ÖPNV können Stationen des Fahrradverleihsystems im Gebiet und ansässigen Unternehmen errichtet werden.

Ziel Förderfähigkeit
Zur Realisierung des neuen Straßennetzes sollen Möglichkeiten der Förderfähigkeit geprüft werden, insbesondere in Bezug auf die Funktion von übergeordneten Netzfunktionen als Verbindung zwischen den Bundesautobahnen 42 und 52.

Den Leitbildplan Verkehr zum Download finden Sie hier.